Thank God it´s Monday: Wie wir die Arbeitswelt revolutionieren, Dark Horse Innovation

von | Mai 14, 2015 | Literatur, Unternehmenskultur | 0 Kommentare

tgim„Thank God it´s Monday: Wie wir die Arbeitswelt revolutionieren“ – selbstbewusst provokativ haben die Gründer der Dark Horse Innovationsberatung die Rückschau auf ihr fünfjähriges Jubiläum benannt. Endlich wieder Montag – wie viele Arbeitnehmer würden das aus ganzem Herzen sagen?

Innovation auch im Organisationsdesign

Dark Horse Innovation – das sind 30 junge Gründer aus 25 unterschiedlichen Disziplinen, die sich 2009 mit einer Innovationsberatung in Berlin selbständig machten. Sie sind Akademiker vom Ingenieur über die Betriebswirtin und die Philosophin bis zum Designer. In ihrer Agentur entwickeln sie innovative Produkte und Services für und mit Konzernen, Mittelständlern und NGOs und gestalten den arbeitskulturellen Wandel.

Unzufrieden mit den bestehenden Unternehmensstrukturen, aber mit dem hohen Anspruch, innovatives Denken nicht nur bei ihren Kunden, sondern auch bei sich selbst anzuwenden, suchten die 30 Start-up-Gründer nach einem Geschäftsmodell, dass ihre höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten und die Ansprüche „des Marktes“ erfolgreich unter einen Hut bringen kann.

“Erzwungene Loyalität ist wie gesundes Rauchen: Geht nicht.

Wie verbindet man echte Loyalität, flache Hierarchie, faire Bezahlung, Freiheit und Spaß. Dieser mehrfache Spagat wird in „Thank God it´s Monday“ sehr anschaulich und flott beschrieben.

„ Will man eine kollaborative Arbeit fördern, muss man sich zwangsläufig auf Netzwerke einlassen, die eine hohe Eigendynamik entwickeln: Sie lassen sich schwer kontrollieren. Zum Glück: Machtausübung im Sinne einer Kontrolle wäre absolut kontraproduktiv. (…) Erzwungene Loyalität ist aber wie gesundes Rauchen: Geht nicht.“

Schnell erfahren die jungen Gründer aber auch die Fallstricke einer (falsch verstandenen) Konsenskultur und entscheiden, nach der 2,5 stündigen Diskussion über die Anschaffung einer Kaffeemaschine, dass sie ihre Entscheidungsprozesse überdenken sollten. Sie finden in der Soziokratie einen praktikable und effektive Organisationsform, in der sich die gefürchtete Machtausübung in Grenzen hält, sie nennen es die „Diktatur des Argumentariats“. Argumente müssen überzeugen, nicht die Pseudo-Autorität einer höheren Hierarchiestufe.

Natürlich kann man die Prozesse und Strukturen nicht einfach auf andere Start-Ups übertragen. Die wesentlichen Lernprozesse finden gerade in der Adaption und der – auch konflikthaften – Auseinandersetzung um eine partnerschaftliche Unternehmenskultur statt. Gerade diese Prozesse beschreibt „Thank God it´s Monday“ sehr lesenswert.

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portrait markus 23_webEin Artikel von Markus Fischer, Dipl. Volkswirt, Berater bei Kultur-wandeln.de.

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